Trinkmengen (D-A-CH-Richtwerte)

Richtwerte für Getränke und Gesamtwasserzufuhr nach Alter, mit Einordnung einer Tagesmenge

Angaben
Bei Säuglingen die Milch, bei größeren Kindern alle Getränke.

Richtwerte nach Alter (D-A-CH)

AlterGetränkeAus fester NahrungGesamt
0 bis unter 4 Monate620 ml–680 ml
4 bis unter 12 Monate400 ml500 ml1.000 ml
1 bis unter 4 Jahre820 ml350 ml1.300 ml
4 bis unter 7 Jahre940 ml480 ml1.600 ml
7 bis unter 10 Jahre970 ml600 ml1.800 ml
10 bis unter 13 Jahre1.170 ml710 ml2.150 ml
13 bis unter 15 Jahre1.330 ml810 ml2.450 ml
15 bis unter 19 Jahre1.530 ml920 ml2.800 ml

Die Richtwerte gelten bei bedarfsgerechter Ernährung und durchschnittlichen Lebensbedingungen. Bei Hitze, Sport, Fieber, Erbrechen oder Durchfall ist der Bedarf höher.

Säuglingsnahrung nach Bedarf

Säuglingsanfangsnahrung kann wie Muttermilch nach dem Bedarf des Kindes gegeben werden. Die auf Verpackungen angegebenen Trinkmengen und Mahlzeitenzahlen sind grobe Richtwerte; die Trinkmenge bestimmt der Appetit des Kindes. Ab Beikostbeginn hängt sie zusätzlich von der Menge der Beikost ab.

Kuhmilch im ersten Lebensjahr

Kuhmilch als Zutat im Brei frühestens ab Beginn des 6. Lebensmonats, beginnend mit 100 ml pro Tag und langsam gesteigert bis höchstens 200 ml pro Tag im ersten Lebensjahr – nicht als Getränk.

Gesamtflüssigkeit 6 bis 12 Monate

Die österreichischen Beikostempfehlungen nennen für 6 bis 12 Monate alte Säuglinge eine Gesamtflüssigkeitsaufnahme von 800 bis 1000 ml pro Tag – aus Milch, Brei und Wasser zusammen.

Was Kinder trinken sollen

Ab dem Beikostbeginn ist Leitungswasser das Getränk der Wahl – zu den Breimahlzeiten aus dem Becher angeboten. Ungesüßte Tees sind möglich; Säfte, Saftschorlen und gesüßte Getränke gehören nicht in die Flasche und nicht in den Alltag. Ein gestilltes Baby braucht vor der Beikost kein zusätzliches Wasser.

Woran man erkennt, dass ein Kind genug trinkt

Ein Säugling, der genug bekommt, nimmt zu, hat regelmäßig nasse Windeln und wirkt zufrieden; ein Kleinkind, das ausreichend trinkt, hat hellen Urin. Bei Fieber, Erbrechen oder Durchfall steigt der Bedarf. Zeichen dafür, dass ein Kind zu wenig Flüssigkeit hat, sind eingesunkene Augen, eine Hautfalte am Bauch, die sich nur langsam zurückbildet, auffallende Schläfrigkeit und dass es nicht mehr trinken mag – dann gehört das Kind am selben Tag in die Ordination.

Richtwerte beschreiben, was gesunde Kinder im Durchschnitt trinken. Ob ein einzelnes Kind genug bekommt, zeigen Gedeihen und Wohlbefinden.