Notfall- & Intensivmedizin
PEWS, PECARN, Trauma, PIM 3, PELOD-2, PRISM III, Verbrennung, Atemweg, Reanimation
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Glasgow Coma Scale (ab 2 Jahren)
Glasgow Coma Scale (GCS) für Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene im Wortlaut der offiziellen Anleitung: drei Kategorien anklicken, Summe 3–15 mit Einzelwerten (E V M) und Schweregrad des Schädel-Hirn-Traumas nach AWMF 024-018, mit Dokumentationstext.
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Glasgow Coma Scale (unter 2 Jahren)
Modifizierte Glasgow Coma Scale für Kinder unter 24 Monaten (AWMF 024-018): Augenöffnen, verbale und motorische Antwort in der für Säuglinge angepassten Fassung anklicken, Summe 3–15 mit Einzelwerten (E V M) und Schweregrad des SHT, mit Dokumentationstext.
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PEWS – Pediatric Early Warning Score / Pädiatrischer Frühwarnscore (Brighton)
Brighton Pediatric Early Warning Score (Monaghan 2005): Verhalten, Kreislauf und Atmung mit je 0–3 Punkten sowie je 2 Zusatzpunkte für Bronchodilatator-Vernebelung alle 20 Minuten und anhaltendes postoperatives Erbrechen – Summe 0–13 mit den im Schulungsmaterial üblichen Eskalationsstufen.
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Bedside PEWS (Parshuram)
Bedside Paediatric Early Warning System Score (Parshuram 2009): Herzfrequenz, Atemfrequenz und systolischer Blutdruck werden altersabhängig (0–3 Monate bis über 12 Jahre) mit 0/1/2/4 Punkten bewertet, dazu Rekapillarisierungszeit, Atemarbeit, Sättigung und Sauerstoffbedarf – Summe 0–26; ab 8 Punkten Sensitivität 82 % und Spezifität 93 % für eine dringliche Intensivaufnahme.
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Pediatric Trauma Score / Pädiatrischer Trauma-Score (PTS)
Pediatric Trauma Score nach Tepas 1987: sechs Komponenten mit +2, +1 oder −1 Punkt, Summe −6 bis +12; ein PTS ≤ 8 kennzeichnet schwer verletzte Kinder, die in ein Traumazentrum gehören.
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Pediatric BIG Score
Pediatric BIG Score (Borgman 2011): Basendefizit + 2,5 × INR + (15 − GCS) mit der publizierten Sterblichkeitsgleichung (1/(1 + e^−(0,2 × BIG − 5,208))) und den Trennwerten der Validierung bei stumpfem Trauma (Davis 2015: 16).
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SIPA – Shock Index Pediatric Age-Adjusted / Altersadjustierter pädiatrischer Schockindex
Altersadjustierter pädiatrischer Schockindex (SIPA, Acker 2015): Herzfrequenz ÷ systolischer Blutdruck, erhöht ab > 1,22 (4–6 Jahre), > 1,0 (7–12 Jahre) und > 0,9 (13–16 Jahre) – zur Erkennung schwer verletzter Kinder nach stumpfem Trauma.
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Shock Index / Schockindex
Schockindex (Herzfrequenz ÷ systolischer Blutdruck) mit Einordnung nach den altersadjustierten pädiatrischen Grenzwerten (SIPA: 1,22 / 1,0 / 0,9) bzw. der bei Erwachsenen üblichen Schwelle von 0,9–1,0.
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GCS-Pupils Score / GCS-Pupillen-Score
GCS-Pupils Score (Brennan, Murray & Teasdale 2018): GCS − Pupillenreaktivitätsscore (0, 1 oder 2 nicht reagierende Pupillen), Wertebereich 1–15, als kontinuierlicher Schweregradindex beim Schädel-Hirn-Trauma.
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pSOFA
pSOFA (Matics & Sanchez-Pinto 2017): Oxygenierung (PaO₂/FiO₂ oder SpO₂/FiO₂), Thrombozyten, Bilirubin, Kreislauf (altersabhängiger MAP oder Vasoaktiva), Glasgow Coma Scale und Kreatinin (altersabhängig) – Summe 0–24; Anstieg um ≥ 2 Punkte bei Infektion definiert die Sepsis nach Sepsis-3.
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PELOD-2
PELOD-2 (Leteurtre 2013): GCS, Pupillen, Laktat, altersabhängiger MAP, altersabhängiges Kreatinin, PaO₂/FiO₂, PaCO₂, invasive Beatmung, Leukozyten und Thrombozyten – Summe 0–33 und Sterblichkeit nach logit = −6,61 + 0,47 × Score.
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PIM 3 – Paediatric Index of Mortality 3
PIM 3 (Straney 2013): Sterbewahrscheinlichkeit bei Aufnahme auf die pädiatrische Intensivstation aus Pupillenreaktion, elektiver Aufnahme, Beatmung, Base Excess, systolischem Blutdruck, FiO₂/PaO₂, Erholung nach Eingriffen und Diagnosekategorien – mit den Fehlwertregeln des ANZPICR-Handbuchs und dessen Rechenbeispiel als Test.
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PRISM III
PRISM III (Pollack 1996): Punkte für die schlechtesten Werte der ersten 12 oder 24 Stunden – Blutdruck, Herzfrequenz, Temperatur, Bewusstsein, Pupillen, Säure-Basen-Status, Blutgase, Glukose, Kalium, Kreatinin, Harnstoff-N, Leukozyten, Thrombozyten und Gerinnung – mit den vier Altersgruppen; Sterblichkeit nach dem öffentlichen PRISM-IV-Modell (Pollack 2016).
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Vasoactive-Inotropic Score / Vasoaktiv-inotroper Score (VIS)
Vasoactive-Inotropic Score (Gaies 2010): Summe der gewichteten Katecholamin-, Milrinon- und Vasopressindosen als Maß der Kreislaufunterstützung; VIS ≥ 20 in den ersten 24 Stunden nach Herzoperation war mit schlechterem Ergebnis verbunden (Gaies 2014).
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Lund-Browder Verbrennungsfläche
Berechnet die verbrannte Körperoberfläche (VKOF) nach dem Schema von Lund und Browder in der Fassung der AWMF-Leitlinie 006-128 (2024): je Körperregion der altersabhängige Anteil, wahlweise teilweise betroffen (½, ¼) – mit Flüssigkeitsbedarf nach der modifizierten Parkland-Formel für Kinder.
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Pediatric Burn TBSA / Verbrannte Körperoberfläche bei Kindern
Schätzt die verbrannte Körperoberfläche (TBSA) bei Kindern nach der Handflächenregel (Handfläche mit Fingern des Kindes = 1 % KOF) oder aus einer direkten Prozentangabe und ordnet sie nach den Schwellen der AWMF-Leitlinie 006-128 ein (Volumensubstitution ab 10 %, modifizierte Parkland-Formel ab 15 % VKOF).
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Pädiatrische Verbrennungs-Flüssigkeitsberechnung
Berechnet den Flüssigkeitsbedarf brandverletzter Kinder in den ersten 24 Stunden nach der AWMF-Leitlinie 006-128 (2024): modifizierte Parkland-Formel 3–4 ml/kg je % VKOF (ab 15 % VKOF, Hälfte in den ersten 8 Stunden ab Unfall) zusätzlich zum Grundbedarf nach Holliday-Segar, mit Laufraten und Ziel-Urinausscheidung; zusätzlich die klassische Parkland-Formel (4 ml/kg/%) zum Vergleich.
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ETT-Größe / Tubusgröße nach Alter und Gewicht
Schätzt den Innendurchmesser des Endotrachealtubus nach Alter (ungecufft: 4 + Alter/4; gecufft: 3 + Alter/4 unter 2 Jahren bzw. 3,5 + Alter/4 ab 2 Jahren) bzw. bei Neugeborenen nach Gewicht, mit Einführtiefe (3 × ID, Alter/2 + 12, Tochen-Formel) und den Hinweisen der ERC-Leitlinie 2021 zu gecufften Tuben.
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ETT-Tiefe / Tubustiefe
Schätzt die orale Einführtiefe des Endotrachealtubus (ab Lippe) mit den Faustregeln 3 × Innendurchmesser und Alter/2 + 12 cm sowie bei Neugeborenen mit der Tochen-Formel (1,17 × kg + 5,58 cm); nasal etwa 2–3 cm tiefer.
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Larynxmaskengröße
Ordnet dem Körpergewicht die übliche Larynxmaskengröße zu (1: < 5 kg, 1,5: 5–10 kg, 2: 10–20 kg, 2,5: 20–30 kg, 3: 30–50 kg, 4: 50–70 kg, 5: > 70 kg); verbindlich sind die Herstellerangaben.
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Gewichtsschätzung nach Körperlänge und Alter
Schätzt das Körpergewicht für die Notfalldosierung längenbasiert über den Median der Gewicht-für-Länge- bzw. Gewicht-für-Größe-Referenzen (WHO 2006, CDC 2000) und zum Vergleich altersbasiert nach den APLS-Formeln; ERC 2021 bevorzugt Angaben der Eltern und längenbasierte Methoden gegenüber Altersformeln.
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Defibrillationsenergie nach Gewicht
Berechnet die Energie für Defibrillation (ERC 2021: 4 J/kg, Eskalation bis 8 J/kg; AHA 2020: 2 → 4 → ≥ 4 J/kg, höchstens 10 J/kg) und synchronisierte Kardioversion (ERC: 1 → 2 → 4 J/kg; AHA: 0,5–1 → 2 J/kg) für das Körpergewicht, begrenzt auf die Erwachsenendosen.