Flüssigkeit, Elektrolyte & Säure-Basen
Erhaltungsbedarf, Defizite, Natrium, Kalium, Osmolalität, Anion Gap, Kompensation
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Flüssigkeitsrechner
Erhaltungsbedarf nach Holliday-Segar in ml/24 h und ml/h, bei Dehydratation Defizit plus Erhaltung plus laufende Verluste als 24-Stunden-Plan, enterale und intravenöse Rehydratationsmengen und Volumenbolus – Mengen der AWMF-Leitlinie 068-003 für das eingegebene Gewicht, mit kopierbarer Rechenzeile.
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Urinausscheidung ml/kg/h
Berechnet die Urinausscheidung in ml/kg/h aus Sammelvolumen, Körpergewicht und Sammelzeit und ordnet sie in die Urinausscheidungs-Kriterien der KDIGO-Leitlinie 2012 bzw. der neonatal modifizierten KDIGO-Stadien (Selewski 2015) ein.
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Flüssigkeitsbilanz
Summiert Zufuhr (enteral, intravenös, sonstige) und Ausfuhr (Urin, Stuhl/Erbrechen, Drainagen, geschätzte insensible Verluste) über einen Zeitraum und gibt die Bilanz in ml, ml/kg und % des Körpergewichts sowie die Urinausscheidung in ml/kg/h aus.
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Freies Wasserdefizit
Berechnet das freie Wasserdefizit bei Hypernatriämie (TBW × (Na/140 − 1)) mit altersgemäßem Körperwasseranteil und zeigt, über welchen Zeitraum es nach der Korrekturgrenze von 0,5 mmol/l/h bzw. 10 mmol/l/Tag (Adrogué & Madias) ausgeglichen werden sollte.
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Natriumdefizit
Berechnet das Natriumdefizit (TBW × (Ziel − Ist)) und nach der Adrogué-Madias-Formel den Anstieg des Serumnatriums je Liter eines gewählten Infusats sowie das Volumen für einen gewünschten Anstieg – mit den Obergrenzen der europäischen Hyponatriämie-Leitlinie (10 mmol/l in 24 h).
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Korrigiertes Natrium bei Hyperglykämie
Rechnet das gemessene Serumnatrium bei Hyperglykämie auf den Wert um, der nach Normalisierung der Glukose zu erwarten ist – nach Katz 1973 (+1,6 mmol/l je 100 mg/dl über 100) und Hillier 1999 (+2,4).
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Natrium-Korrekturrate
Berechnet aus zwei Natriumwerten und dem Zeitabstand die Korrekturrate in mmol/l je Stunde und je 24 Stunden und vergleicht sie mit den Obergrenzen für Hyponatriämie (10 mmol/l in 24 h, 8 an Folgetagen; Spasovski 2014) und Hypernatriämie (0,5 mmol/l/h, 10 mmol/l/Tag; Adrogué & Madias 2000).
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Kaliumzufuhr / Kaliumersatz
Berechnet für das Körpergewicht den Kalium-Erhaltungsbedarf (1–2 mmol/kg/Tag), die orale Substitution (2–4 mmol/kg/Tag) und die intravenöse Einzelgabe (0,5–1 mmol/kg) mit Höchstinfusionsrate (0,5 mmol/kg/h, max. 20 mmol/h) und Höchstkonzentration (peripher 40, zentral 80 mmol/l) nach Daly & Farrington 2013; prüft eine geplante Infusion gegen diese Grenzen.
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Bikarbonatdefizit
Berechnet das Bikarbonatdefizit aus Körpergewicht, gemessenem und Ziel-Bikarbonat mit wählbarem Verteilungsraum (0,3 × kg üblich, 0,4–0,5 bei Säuglingen und schwerer Azidose) und gibt die halbe Menge als übliche Erstdosis sowie das Volumen von NaHCO₃ 8,4 % (1 mmol/ml) an.
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Serumosmolalität
Berechnet die Serumosmolalität (2 × Na + Glukose/18 + BUN/2,8 in mg/dl bzw. 2 × Na + Glukose + Harnstoff in mmol/l) und die effektive Osmolalität; gibt bei gemessener Osmolalität das Osmolal Gap aus.
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Effektive Osmolalität (Tonizität)
Berechnet die effektive Osmolalität (Tonizität) aus Natrium und Glukose (2 × Na + Glukose/18 bzw. + Glukose in mmol/l) – die Größe, die Wasserverschiebungen zwischen den Kompartimenten bestimmt, etwa bei diabetischer Ketoazidose und hyperosmolarer Entgleisung.
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Osmolal Gap / Osmotische Lücke
Berechnet das Osmolal Gap als Differenz zwischen gemessener und berechneter Osmolalität (2 × Na + Glukose/18 + BUN/2,8), wahlweise nach Abzug des Ethanolbeitrags (Ethanol mg/dl ÷ 3,7); normal < 10 mOsm/kg.
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Anion Gap / Anionenlücke
Berechnet das Anion Gap aus Natrium, Chlorid und Bikarbonat (wahlweise mit Kalium) und ordnet es in den Referenzbereich für ionenselektive Elektroden (etwa 8–12 mEq/l) ein; bei Angabe des Albumins zusätzlich albumin-korrigiert.
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Albumin-corrected Anion Gap / Albumin-korrigierte Anionenlücke
Korrigiert das Anion Gap bei Hypalbuminämie nach Figge et al. 1998 (+ 2,5 mEq/l je g/dl Albumin unter 4,0), damit eine Azidose mit erhöhtem Anion Gap bei niedrigem Albumin nicht übersehen wird.
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Delta Gap
Berechnet das Delta Gap (AG − 12) und stellt es dem Bikarbonatabfall (24 − HCO₃) gegenüber: Ein Delta Gap deutlich über dem Bikarbonatabfall spricht für eine zusätzliche metabolische Alkalose, deutlich darunter für eine zusätzliche hyperchlorämische Azidose (Wrenn 1990).
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Delta Ratio
Berechnet die Delta Ratio (ΔAG ÷ ΔHCO₃) bei Azidose mit erhöhtem Anion Gap und ordnet sie nach Wrenn 1990 ein (< 0,4 hyperchlorämisch, 0,4–0,8 kombiniert, 0,8–2 rein, > 2 mit metabolischer Alkalose).
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Korrigiertes Calcium
Korrigiert das Gesamtcalcium für das Serumalbumin – nach der gebräuchlichen Faustregel (+ 0,8 mg/dl je g/dl Albumin unter 4,0 bzw. + 0,02 mmol/l je g/l unter 40) oder nach der Originalformel von Payne 1973 (Koeffizient 1,0).
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Winter-Formel
Berechnet nach der Winter-Formel (Albert, Dell & Winters 1967) das bei metabolischer Azidose zu erwartende pCO₂ (1,5 × HCO₃ + 8 ± 2 mmHg) und vergleicht es mit dem gemessenen Wert – zur Erkennung einer zusätzlichen respiratorischen Störung.
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Säure-Basen-Kompensationsrechner
Bestimmt aus pH, pCO₂ und Bikarbonat die primäre Säure-Basen-Störung, berechnet die erwartete Kompensation (metabolisch: Winter-Formel bzw. 0,7 × HCO₃ + 21; respiratorisch akut/chronisch: Bikarbonatänderung je 10 mmHg) nach Berend et al. 2014 und erkennt so zusätzliche Störungen; mit Natrium und Chlorid auch Anion Gap und Delta Ratio.